Die Klischees? Hör doch auf. Die gehören schon seit Jahren dazu und so schnell wird sich an der ganzen Sache auch nichts ändern. Vielleicht ist das auch einfach dadurch bedingt, dass ein romantisches Ideal nur aus Klischee bestehen kann. Irgendwo trägt dieser ganze Familienscheiss, den uns unsere Eltern uns bis zu dem Punkt, an dem es auch bei ihnen nicht mehr funktionierte, vorgelebt haben dann doch Früchte.

Das monogame Konstrukt als Grenze der eigenen Wertvorstellung und Identität. Emanzipation und die radikale Antisexismus-Scheiße kannst du dabei größtenteils vergessen. Das ist nämlich der genau der Punkt an dem irgendeine absurde Utopie von der Dekonstruktion gesellschaftlicher Allgemeinattitüden dort anschließt, wo dein eigenes Idealbild von Beziehungen an deinen eigenen Ansprüchen von Freiheit scheitert. Das muss von vornherein allgemeingültig und oberflächlich strukturiert sein, ansonsten könnte man das gar nicht an die große Glocke hängen. Versuch mal deinem Papa oder deiner Mama das Geschlecht wegzugendern.

Mal abgesehen davon, dass die damit einhergehende Vorstellung nicht gerade zu denen gehört, die man sich wünscht, wirst du mit Sicherheit scheitern.

Ich glaube einfach nicht, dass sich auf kurz oder lang wirklich etwas ändern wird. Das hat noch nicht mal was damit zu tun, das es niemand versucht, sondern ist einfach in großem Maße durch unsere Körper determiniert. Wusstest du, dass der männliche Körper das Hormon, welches das Verlangen nach Zweisamkeit steigen lässt, schon beim Küssen ausschüttet, wohingegen es dafür beim weiblichen Körper erst richtig zur Sache gehen muss?

Ich finde, das sagt schon verdammt viel über diese ganze Problematik aus.